«Mit dem Rücken zur Fahrtrichtung der Zukunft entgegen, dabei alles Zurückgelassene noch lange im Blick»
«Make Things Happen» Ein erstaunlich optimistischer Titel für ein doch eher melancholisch getuntes Album. Aber das ist vielleicht der grundsätzlichen Ambivalenz der Melancholie geschuldet: mit dem Rücken zur Fahrtrichtung der Zukunft entgegen, dabei alles Zurückgelassene noch lange im Blick. Oder es ist diese eher skandinavische Klangästhetik, die das neue Album des Schweizer Saxophonisten und Holzblasgeneralisten Marcel Lüscher prägt.
Das Muskelspiel, die ausgestellte Virtuosität ist Lüscher fremd. Es geht um die Gestaltung des Klangs und die kreative Suche nach der tragenden Melodie. Dass Virtuosität hierbei durchaus auch eine Rolle spielt, ist Lüschers Ton – ganz gleich ob auf dem Saxophon oder Klarinette wie Bassklarinette – mit jeder Note anzuhören. Das sanfte Aushauchen des Vergangenen, das energisch-offene Schreien und Fauchen dem Neuen entgegen. Eine Gestaltung mit Tiefe und Unmittelbarkeit. Im Quartett ist dieses Konzept perfekt besetzt: Lüschers Bruder Thomas tendiert im Zusammenspiel mit dem aus dem Nik-Bärtsch-Orbit gelandeten Schlagzeuger Kaspar Rast zu impressionistischen Klangflächen, während Björn Meyer seinen sechssaitigen E-Bass zuweilen als tiefergelegte Gitarre begreift, aber aus der Tiefe des Raums auch gewaltig – auch gewaltig funky – nach vorne drücken kann.
Blumen neigen ihre Köpfe, ein Sommer endet irgendwo, der folgende Frühling wird annulliert, und die Tulpen zahlen mit schwarzer Welke für zu viel Sonnenlicht. Inmitten sitzen alte Freunde (ein wunderbares Simon-and-Garfunkel-Cover) wie Buchrücken nebeneinander auf einer Parkbank.
Mit «UNIT live!» bündeln das Moods und das renommierte Schweizer Jazzlabel UNIT Records ihre Kräfte und schaffen ein gemeinsames Format. In regelmässigen Abständen bringen wir aktuelle Produktionen aus dem UNIT-Kosmos auf die Moods-Bühne und zeigen die Vielfalt des Unit-Jazz.
«Make Things Happen» Ein erstaunlich optimistischer Titel für ein doch eher melancholisch getuntes Album. Aber das ist vielleicht der grundsätzlichen Ambivalenz der Melancholie geschuldet: mit dem Rücken zur Fahrtrichtung der Zukunft entgegen, dabei alles Zurückgelassene noch lange im Blick. Oder es ist diese eher skandinavische Klangästhetik, die das neue Album des Schweizer Saxophonisten und Holzblasgeneralisten Marcel Lüscher prägt.
Das Muskelspiel, die ausgestellte Virtuosität ist Lüscher fremd. Es geht um die Gestaltung des Klangs und die kreative Suche nach der tragenden Melodie. Dass Virtuosität hierbei durchaus auch eine Rolle spielt, ist Lüschers Ton – ganz gleich ob auf dem Saxophon oder Klarinette wie Bassklarinette – mit jeder Note anzuhören. Das sanfte Aushauchen des Vergangenen, das energisch-offene Schreien und Fauchen dem Neuen entgegen. Eine Gestaltung mit Tiefe und Unmittelbarkeit. Im Quartett ist dieses Konzept perfekt besetzt: Lüschers Bruder Thomas tendiert im Zusammenspiel mit dem aus dem Nik-Bärtsch-Orbit gelandeten Schlagzeuger Kaspar Rast zu impressionistischen Klangflächen, während Björn Meyer seinen sechssaitigen E-Bass zuweilen als tiefergelegte Gitarre begreift, aber aus der Tiefe des Raums auch gewaltig – auch gewaltig funky – nach vorne drücken kann.
Blumen neigen ihre Köpfe, ein Sommer endet irgendwo, der folgende Frühling wird annulliert, und die Tulpen zahlen mit schwarzer Welke für zu viel Sonnenlicht. Inmitten sitzen alte Freunde (ein wunderbares Simon-and-Garfunkel-Cover) wie Buchrücken nebeneinander auf einer Parkbank.
Mit «UNIT live!» bündeln das Moods und das renommierte Schweizer Jazzlabel UNIT Records ihre Kräfte und schaffen ein gemeinsames Format. In regelmässigen Abständen bringen wir aktuelle Produktionen aus dem UNIT-Kosmos auf die Moods-Bühne und zeigen die Vielfalt des Unit-Jazz.